Hospizarbeit bedeutet das zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Menschen in der letzten Phase des Lebens. Die Hospitzbewegung greift den Wunsch vieler Patienten auf, möglichst beschwerdenfrei in vertrauter häuslicher Umgebung mit ihren Angehörigen und Freunden bis zuletzt leben zu können. Beschwerdefrei besagt, daß die Schmerz- und Symptomlinderung im Vordergrund stehen. Dies wird durch die Palliativmedizin und Pflege ermöglicht (palliare = lindern).
Für die Hospizbewegung ist Sterben ein Teil des Lebens, der weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll. Diese lebensbejahende Grundhaltung schließt eine aktive Sterbehilfe (Euthanasie) aus.
Die Palliativstation mit angegliedertem Hospiz ist der Inneren Abteilung des Vinzenz Pallotti Hospitals angegliedert. Sie umfaßt insgesamt 10 Betten. Die ärztliche Leitung hat Chefarzt Dr. med. Stefan Korsten. Die Palliativstation mit angegliedertem Hospiz ist zusammen mit dem Schwerpunkt Hämatologie / Onkologie eine im Krankenhaus-Förderungsplan aufgenommene Abteilung.
Sie besteht aus einem Team von speziell geschulten Ärzten, Pflegepersonal, Seelsorgern und Sozialarbeitern und wird zusätzlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt. Der Tageslauf ist nach den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet und versucht einer häuslichen Atmosphäre nahezukommen. Wir legen besonderen Wert auf die Achtung der religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen der Kranken. Darüber hinaus bieten wir den Nahestehenden weitere Begleitung in der Trauerzeit.
Wir legen größten Wert in die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, um dadurch eine möglichst optimale Behandlung und Pflege zu gewährleisten.
- Beseitigung oder Linderung von lebensbeeinträchtigenden Symptomen und Schmerzen
- Individuelle Behandlung, Pflege und Beistand durch speziell geschultes Personal, Ärzte, Seelsorger, Sozialarbeiter und Physiotherapeuten
- Erhaltung oder Schaffung einer möglichst hohen Lebensqualität für die verbleibende Zeit
- Einbeziehung der Patienten in medizinische und pflegerische Entscheidungen
- Ganzheitliche Behandlung unter Berücksichtigung der physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse
- Begleitung und Hilfe bei der Auseinandersetzung mit schwerer Krankheit und Sterben
- Betreuung und Begleitung von Angehörigen
- Rückkehr in die häusliche Umgebung ermöglichen
- Hilfestellung bei der pflegerischen und sozialen Betreuung nach der Entlassung
- Begleitet schwerstkranke und sterbende Patienten zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim.
- Begleitet und unterstützt ebenso deren Angehörige und/oder Freunde auch über den Tod des Kranken hinaus.
- Sieht sich als Ergänzung zu vorhandenen Pflegediensten. Er übernimmt keine Behandlungs- oder Grundpflege.
- Die Inanspruchnahme des ambulanten Hospizdienstes ist kostenlos.
Ehrenamtliche Hospizhelferinnen leisten unter der Koordination von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen folgende Dienste:
- regelmäßige Besuche
- Vorlesen, Erzählen
- Spaziergänge und -fahrten
- Hilfe zur Aufrechterhaltung von sozialen und kulturellen Kontakten
- Hilfe bei Einkäufen, kleineren Hausarbeiten und Behördengängen
- Begleitung bei Arztbesuchen
- Vermittlung von Ansprechpartnern zu Fragen der Schmerztherapie
- Gespräche in der Auseinandersetzung mit Krankheit, Leiden, Abschied, Sterben, Tod, Trauer
- Sitzwachen
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