Radiofrequenzablation

"Verbrennen von Krebszellen der Leber mit Hilfe von Radiowellen"

Eine neue, hoffnungsvolle Methode zur Behandlung von Lebertumoren und Lebermetastasen ist die Radiofrequenzablation. Es werden deutliche verbesserte Ergebnisse in der Behandlung mit dieser Methode festgestellt.

In Frage kommt diese Methode der Behandlung dann, wenn konventionelle Operationen nicht in der Lage sind, Tumorgewebe zu entfernen, die Operation aufgrund der bestehenden Begleitumstände zu risikoreich wäre oder alternative Behandlungsverfahren ausgeschöpft sind. Bei zahlreichen Menschen in der Welt entstehen im Jahr neue Metastasen der Leber durch Krebserkrankungen, insbesondere des Darm- und Magentraktes. Meistens spielt die Strahlentherapie hier in der Behandlung keine Rolle. Die Chemotherapie ist ein Verfahren, das nicht immer angewendet werden kann oder muss. Wenn eine konventionelle Operation möglich ist, so sollte diese immer ausgeführt werden, da diese der einzige kurative Ansatz bei Lebermetastasen ist. Sofern eine Operation nicht in Frage kommt, z. B. weil sich mehrere Tumore gebildet haben, diese ungünstig verteilt sind, die Lage zentral ist oder auch die Leber ansonsten so Einschränkungen hat, dass die Operation nicht ausgeführt werden kann, sollte über Alternativen nachgedacht werden.

Eine Alternative ist die Möglichkeit, Zellstrukturen der Tumorzellen durch Temperatureinwirkung abzutöten. Bei dieser Technik wird elektrische Energie in das Gewebe eingeleitet. Es kommt zur Umwandlung dieser Energie in Hitze, die das Tumorgewebe verkocht.

Im Vinzenz Pallotti Hospital wird in Zusammenarbeit der Klinik für Viszeralchirurgie sowie der Praxis für diagnostische und interventionelle Radiologie am VPH seit Oktober 2005 die Radiofrequenzablation mit zunehmenden Patientenzahlen angewendet. Gleichzeitig kann in einzelnen Fällen auch intraoperativ diese Methode verwendet werden, wenn sich z. B. nicht alle Leberherde operativ entfernen lassen oder eine Operation aus anderen Gründen notwendig wird.