In unserer Abteilung werden bösartige Erkrankungen der Gebärmutter, der Eierstöcke und Eileiter, der äußeren Genitale sowie der weiblichen Brustdrüse behandelt. Dabei legen wir Wert darauf, die Patientin ganzheitlich zu behandeln. Wir führen die klassischen Tumortherapien wie Operation, Chemo- und Hormontherapie durch. Bestrahlungen werden in einem benachbarten Strahleninstitut durchgeführt. Als Ergänzung zu dieser klassischen Krebstherapie bieten wir den Patientinnen komplementäre Therapiemöglichkeiten zur Unterstützung des Immunsystems an. Die Art und Reihenfolge der unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten wird individuell je nach Befund zusammen mit der Patientin festgelegt. Dabei müssen auch mögliche Begleiterkrankungen, z.B. des Herz-Kreislauf-Systems, berücksichtigt werden.
Ganzheitliche Tumortherapie
Die klassischen Krebstherapien schwächen oft die Abwehrkräfte und haben teilweise Nebenwirkungen, die die Lebensqualität erheblich vermindern können. Zu einer ganzheitlichen Tumortherapie gehört neben den notwendigen klassischen Therapien aber auch psychologische Unterstützung (Selbsthilfegruppen), Ernährungsberatung, ggf. Krankengymnastik und unkonventionelle medikamentöse Tumortherapien. Deshalb bieten wir unseren Patientinnen von Anfang an auch alternative Therapien an, die der Stärkung des Immunsystems dienen und ein positives Gegengewicht zu den Nebenwirkungen der klassischen Therapien setzen sollen. Mit Hilfe genauer Untersuchungen des Immunsystems wird ein individuell auf die Patientin abgestimmter Therapieplan erstellt.
Wir bieten unseren Patientinnen folgende medikamentöse, ganzheitliche Tumortherapien an:
- Misteltherapie
- Therapie mit Vitaminen und Spurenelementen
- Thymustherapie
- Tumorimpfung (ASI)
Die Heilkraft der Mistel ist in der Tumortherapie schon seit Jahren bekannt und wird zunehmend auch von Schulmedizinern angewandt. Ihre Wirkungsmechanismen sind erforscht und ihr positiver Einfluß belegt. Die Mistel stabilisiert das Immunsystem, verbessert die Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie, wirkt stimmungsaufhellend und trät damit zu einer besseren Lebensqualität bei. Sie wird zwei mal pro Woche ins Unterhautfettgewebe gespritzt, was die Patientinnen meist schnell selbst lernen. Die Nebenwirkungen sind gering. Selten treten allergische Reaktionen auf.
Vitamine und Spurenelemente gegen Krebs
Tumorpatientinnen haben einen höheren Bedarf an Vitaminen als gesunde Menschen. Schon aus diesem Grund kann es für krebskranke Frauen sinnvoll sein, neben einer ausgewogenen Vollwertkost noch zusätzliche Vitamine einzunehmen. Hinzu kommt, daß durch die Chemo- und Strahlentherapie sogenannte freie Radikale entstehen, die die gesunden Zellen schädigen können. Doch die Natur hat ein Gegenmittel entwickelt: Antioxidantien oder Oxidationshemmer. Die wichtigsten sind das Provitamin A (Beta Carotin), die Vitamine C und E und das Spurenelement Selen. Sie helfen dem Körper, die schädlichen Radikale abzubauen. Gleichzeitig beeinflussen Vitamin C und E und Selen das Immunsystem positiv. Aus diesem Grund sind Vitamine und Selen ein fester Bestandteil in der ganzheitlichen Tumortherapie.
Tumorimpfung (ASI = Aktiv spezifische Immuntherapie)
Die Krebszellen werden häufig vom Immunsystem nicht erkannt bzw. ihre Andersartigkeit nicht als Gefahr eingestuft und deswegen von den Immunzellen nicht bekämpft. Durch die Behandlungsform - aktiv spezifische Immuntherapie, "ASI" genannt - soll nun ganz gezielt die Aufmerksamkeit des Immunsystems auf die Andersartigkeit und Gefährlichkeit der Krebszellen gelenkt werden. Hat das Immunsystem einmal gelernt, daß Krebszellen gefährlich sind, so wird es diese schließlich auch ohne weitere Signale bekämpfen.
Für diese Therapie wird bei der Operation Tumormaterial entnommen und zu einem Spezialisten gesandt, der aus den Tumorzellen einen Impfstoff herstellt. Dieser ganz individuelle Impfstoff wird der Patientin dann vor jeder Chemo- oder Strahlentherapie injiziert. Diese Therapiemöglichkeit besteht jedoch nur bei Tumoren, die bereits größer sind, weil zur Herstellung des Impfstoffes eine gewisse Menge Tumormaterial erforderlich ist. Die Behandlung ist sehr kostenintensiv und wird bislang noch nicht von den Krankenkassen übernommen.


