Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden

Harnverlust und Blasenbeschwerden sowie Senkungszustände der Frau sind schon seit vielen Jahren ein Behandlungsschwerpunkt unserer Abteilung.


Ungewollter Urinverlust (Harninkontinenz) ist bei Frauen ein häufiges Problem. 15 % aller Frauen über 60 Jahre und 5 % der jüngeren Frauen leiden darunter. Leider ist dieses Thema auch heute noch Tabu. 59 % aller Betroffenen sprechen nie mit ihrem Arzt darüber. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dieses Thema aktiv bei unseren Patientinnen anzusprechen. Wir betrachten die Harninkontinenz nicht als unabwendbares Schicksal, weil in über 90 % der Fälle eine Heilung oder zumindest deutliche Besserung durch eine entsprechende Therapie erreicht werden kann.


Senkungsbeschwerden entstehen besonders bei angeborener Bindegewebsschwäche, aber auch infolge Gewebsüberdehnung bei Geburten und durch Gewebserschlaffung infolge Alterung und Hormonmangel. Es kommt zu Organverlagerungen, von denen auch Gebärmutter und/oder Blase und/oder Darm betroffen sein können. Blasenbeschwerden und Senkungszustände von nur kurzer Dauer sind häufig schnell und erfolgreich therapierbar. Je länger aber die Beschwerden bestehen, um so schwieriger ist die Diagnosestellung und um so anspruchsvoller eine erfolgreiche Behandlung.


Wir führen dann eine spezielle urogynäkologische Untersuchung durch, um die geeignete Therapie auszuwählen, die den größten Erfolg verspricht. Dazu gehört eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung der Blase sowie eine Blasendruckmessung (Urodynamik).

 

Folgende stehen zur Verfügung:

  • Beckenbodentraining
  • Intensiviertes Beckenbodentraining mit Hilfsmitteln (Kugeln, Konen)
  • Biofeedback und Elektrostimulation des Beckenbodens
  • Pessarbehandlung
  • Hormonbehandlung
  • Blasentraining und Trinktraining
  • Entzündungsbehandlung
  • Blasenentspannende Medikamente
  • Naturheilverfahren

Genauere Informationen erhalten Sie in unserer Broschüre "Harnverlust und Blasenbeschwerden der Frau", die Sie kostenlos gegen einen Freiumschlag in unserem Sekretariat anfordern können.

 

Bleiben die oben genannten Maßnahmen ohne Erfolg, kommt möglicherweise eine Operation in Frage. Ursachen und Formen der Erkrankung sowie etwaige Begleiterkrankungen sind maßgeblich bei der Wahl der Operationsmethode. Nur so ist es möglich zu entscheiden, ob von der Scheide aus operiert werden kann oder ein Bauchschnitt nötig ist. Wird die Behandlung sorgfältig geplant und vorbereitet, findet sich fast immer eine optimale Lösung der Blasen- und Senkungsprobleme.

Beratung

Beratungen und Untersuchungen:

 

Mittwochs 9.00 bis 14.00 Uhr

Anmeldung über das Sekretariat

Informationen

Beckenboden-Zentrum Bensberg

Die Broschüre Beckenboden-Zentrum Bensberg schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.