Geburt

In der Bensberger Frauenklinik werden jährlich fast 1500 Kinder geboren. Ärzt/innen und Hebammen setzen in Ihrer Arbeit die neuesten Erkenntnisse der modernen, sanften und selbstbestimmten Geburtshilfe sowie der Neugeborenenversorgung um. Unser Ziel ist es, jeder Frau durch kompetente und mitfühlende Begleitung eine individuelle Geburt zu ermöglichen.

 

Wir betrachten eine Geburt nicht als Krankheit, sondern als psychosoziales Ereignis, das das Leben einer Familie verändert. Dies spiegeln auch unsere Kreisssäle wieder, deren farbliche Gestaltung und Einrichtung dem werdenden Elternpaar eine ruhige und intime Atmosphäre bieten. Zum Kreisssaalbereich gehören fünf Entbindungsräume, die alle mit Hilfsmitteln wie breiten Betten, Gebärhocker, Matten, Pezzibällen und Seilen ausgestattet sind, sowie zwei Badezimmer mit großen runden Gebärwannen und ein Aufenthaltsraum, das sogenannte Wehenzimmer.


 

Geburtsmedizin mit all ihren technischen Möglichkeiten bleibt verborgen im Hintergrund, ist aber jederzeit verfügbar. Wir fördern den natürlichen Geburtsverlauf durch individuelle Betreuung und unterstützen ihn durch adjuvante Therapien wie Homöopathie, Akupunktur, Aromatherapie, Bewegung, warme Bäder und Massagen.

Die Anwesenheit des werdenden Vaters und/oder einer anderen vertrauten Person ist ausdrücklich erwünscht.

 

Bieten diese adjuvanten Therapien keine ausreichende Hilfe, so setzen wir zur "Schmerzausschaltung" die rückenmarksnahe Betäubung / EDA / PDA ein. Dieses Verfahren wird von den Kreißsaalärzt/Innen durchgeführt, so dass Sie jederzeit Zugang zu dieser Anästhesie haben. Wir begleiten jede Geburt individuell und verzichten u.a. auf das routinemäßige Legen einer Braunüle ebenso wie auf prophylaktische Dammschnitte. So liegt unsere Dammschnittrate bei Spontangeburten bei nur 10%. Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen deren Damm gerissen war, im Wochenbett und später über weniger Beschwerden klagen als Frauen mit einem Dammschnitt. 


Geburt - ein familiäres Ereignis

Geburt ist ein familiäres Ereignis und das Geburtserlebnis selbst ist von entscheidender Bedeutung für die Beziehung von Mutter, Vater und Kind. Unmittelbar nach der Geburt treten die Eltern - vor allem die Mutter- in eine einzigartige Phase ein, in deren Verlauf sich die Bindung zu ihrem neugeborenen Kind ausbildet.

 

Diese sensible Phase ist nur von kurzer Dauer - 30-40 Minuten. In der modernen Psychologie wird sie als „Bonding" bezeichnet Unterstützt wird dieser Prozess durch ein positives Geburtserlebnis, das der Frau die Annahme des Kindes erleichtert - der erste Schritt in eine gemeinsame Zukunft auf der Basis einer sicheren Bindung. Wir nehmen diesen Prozess sehr ernst, was bedeutet, dass die Zeit unmittelbar nach der Geburt allein der neuen Familie gehört. Die Eltern sollen ihr Kind ungestört kennenlernen. Wir ermuntern sie, es selbst zu versorgen. Dabei steht ihnen eine Hebamme unterstützend zur Seite. Für uns gehören Mutter und Kind zusammen und sollten möglichst nicht getrennt werden. Dies gilt auch für den Aufenthalt auf der Wochenstation, wo 24 h- Rooming-in die Regel ist.

 

Für die kinderärztliche Beurteilung steht unser Neonatologe Dr. Konrad Selke jeden Tag zur Verfügung. Eine Verlegung in die Kinderklinik wird auf diese Weise bei reifen Neugeborenen nur in 3 % aller Fälle erforderlich.

 

Eine adäquate Versorgung von Kindern mit „Anpassungsstörungen" direkt nach der Geburt ist durch die KreißsaalärztInnen und die Hebammen gewährleistet. Bei längerfristigem Behandlungsbedarf wird eine der mit uns kooperierenden Kinderkliniken angefordert. Meist ist es möglich, die Eltern in die Auswahl der Klinik mit einzubeziehen.

 

Die Grenzen unserer Betreuung

Seit 01.01.2007 sieht der gemeinsame Bundesausschuß der Kinder- und Frauenärzte eine Betreuung von Frühgeburten unter der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche sowie einiger Risikoschwangerschaften nur noch für Krankenhäuser mit angeschlossener Kinderklinik vor.

 

Sollten Sie vor der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche entbinden, so würden wir Sie, falls ausreichend Zeit ist, in ein Haus mit Kinderklinik verlegen. Sollte dafür keine Zeit mehr sein, würde Ihr Kind nach der Geburt in eine Kinderklinik verlegt werden.

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Links

Mehr über die Schwangerschaft und Geburt erfahren Sie bei

 

www.babyfreundlich.org

 

Auszeichnung

10 Jahre babyfreundliches Krankenhaus