In Bensberg versuchen wir in erster Linie den gesunden Geburtsverlauf zu fördern. Dabei wollen wir mit Ihnen Ihren Weg durch die Geburt finden und Sie da abholen, wo Sie stehen. Während eine Gebärende ihre Wehen gut verarbeiten kann und die Geburt schnell voranschreitet, werden die Kräfte einer anderen bereits von den frühen Eröffnungswehen zu stark beansprucht und die Geburt stagniert. So individuell wie jeder Geburtsverlauf und das Empfinden jeder Schwangeren ist, so individuell muss in unseren Augen auch die Betreuung von Frauen und Paaren unter der Geburt sein.
Wir unterstützen Sie durch sanfte Hilfsmittel wie warme Bäder, Bewegung, Homöopathie, Akupunktur und Aromatherapie. Gleichzeitig halten wir unnötige Routineeingriffe wie Rasur, Blutentnahmen und Dauer-CTG von Ihnen fern. Eine Möglichkeit der aktiven Verarbeitung von Geburtsschmerzen ist Bewegung. Während der Wehen umherzugehen und vertikale Positionen einzunehmen erleichtert nicht nur die Verarbeitung des Wehenschmerzes sondern unterstützt auch die Eröffnung des Muttermundes und den Eintritt des kindlichen Köpfchens ins Becken. Auch ein Entspannungsbad hilft vielen Gebärenden besser mit den Schmerzen umzugehen. Akupunktur, Homöopathie und Aromatherapie erleichtern Ihnen ebenfalls den Umgang mit den Wehen.
Durch geburtsvorbereitende Akupunktur ab der 37. Schwangerschaftswoche können Sie Ihren Körper gut auf die Geburt einstimmen.
Es gibt jedoch auch Geburten bei denen eine Schmerzausschaltung benötigt wird – sei aus medizinischen Gründen oder auf Wunsch der Gebärenden. In diesen Fällen setzen wir die rückenmarksnahe Betäubung / Periduralanästhesie (PDA/EDA) ein. Dabei werden Medikamente verwendet, die es Ihnen erlauben, sich weiterhin normal zu bewegen. Sie können herumlaufen und vertikale Positionen einnehmen und so den Geburtsverlauf fördern. Dieses Verfahren beherrscht jeder geburtshilflichtätige Arzt. Es wird im Kreißsaal durchgeführt und kann im Bedarfsfall schnell und zuverlässig angewendet werden.
Ein Nachteil der PDA ist ein häufig auftretendes Nachlassen der Wehentätigkeit, wodurch ein Wehentropf notwendig werden kann. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit einer operativen Geburtsbeendigung leicht erhöht. Ein Vorteil der PDA kann jedoch sein, dass der Zyklus von Wehenschmerz und Verspannung durchbrochen wird und so ein Geburtsgeschehen, das stagnierte, eine neue Dynamik erhalten kann.
Den Einsatz von Opiaten unter der Geburt lehnen wir ab, da diese Medikamente ihre Bewusstseinslage beeinflussen und negative Auswirkungen auf die Atmung des Neugeborenen haben können.
In der letzten Phase der Geburt können Sie verschiedene Positionen ausprobieren – auch wenn Sie eine PDA haben sollten. Vertikale Geburtspositionen erleichtern Ihnen das Mitschieben und Ihrem Kind den Weg durch Ihr Becken. In welcher Position Sie letztlich Ihr Kind gebären entscheidet sich erst jetzt in der aktuellen Situation.
Im VPH kommen 75% aller Kinder aus vertikalen Positionen zur Welt.






